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Dr. Miriam Oczipka

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10589 Berlin
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Aktuelles: Durchfall

Definition: Genaugenommen bedeutet der Ausdruck Diarrhoe (Durchfall) folgendes:


1. Ungeformten Kot

2. Häufigerer Kotabsatz

3. Die Menge des abgesetzten Kotes nimmt zu


Wenn Ihr Hund nur ein- bis zweimal pro Tag weichen Kot absetzt, ist dies zwar ungewöhnlich, aber kein Durchfall, sondern lockerer Stuhlgang. Dies ist noch kein Grund zur Beuruhigung.


Was löst eine Diarrhoe aus?


Eine Diarrhoea ist keine einzelne Krankheit, sondern oft ein Symptom vieler verschiedener Krankheiten. Die meisten leichte Fälle von Diarrhoe können schnell mit einer einfachen Behandlung geheilt werden; hier reicht oft allein Futterentzug und Elektrolytzufuhr aus. Andererseits kann Durchfall auch ein Zeichen einer schwereren inneren Krankheit wie z.B.: Krebs sein. Aber auch eine Diarrhoe aufgrund einer leichten Erkrankung kann dann tödlich enden, wenn die Behandlung zu spät einsetzt, um einen hochgradigen Flüssigkeits- und Nährstoffverlust durch Durchfall und Erbrechen zu verhindern.


Wie bedeutsam ist ein Durchfall bei Hunden?


Wir versuchen festzustellen, wie krank Ihr Hund durch den Durchfall geworden ist. Wenn eine systemische Krankheit vorliegt (mehr als ein Organsystem betroffen), können einige der folgenden Symptome bemerkt werden:


Mehrfaches Erbrechen

Austrocknung

Appetitverlust

Bauchschmerzen

Hohes Fieber

Zunehmendes Schlappsein

Blutiger und/oder wässriger Durchfall


In diesen Fällen sollten Sie sich auf alle Fälle mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen.


Welche Untersuchungen werden durchgeführt, um die Ursache festzustellen?


Wenn Durchfall zusammen mit einigen der oben erwähnten Symptome auftritt, führen wir eine Reihe von Untersuchungen mit dem Ziel, eine Diagnose zu stellen. Diese erlaubt dann eine spezielle Therapie mit der wir Ihnen und Ihrem Vierbeiner Erleichterung verschaffen können. Diagnostische Untersuchungen können Röntgenaufnahmen mit oder ohne Kontrastmittel, Blutuntersuchungen, Ultraschall, Kotuntersuchungen, bakteriologische Kulturen, Biopsien des Darmes und im Extremfall auch eine explorative Bauchchirurgie umfassen. Wenn die Diagnose gestellt ist, gehören zur gezielten Behandlung spezielle Medikamente und/oder Diäten, eventuell auch eine Operation.

Wenn Ihr Hund neben dem Durchfall nicht krank erscheint, ist die Ursache meist weniger schwerwiegend. Einige der leichteren Ursachen für Diarrhoe sind Magen- oder Darmbakterien oder -viren, Darmparasiten und schlechtes Futter (Abfall oder andere reizende und schädliche Materialien). Diesen Krankheitsauslösern ist Ihr Hund bei jedem Spaziergang ausgesetzt. Ist Ihr Freund in einer guten Abwehrlage, können ihm diese Gefahren nichts anhaben. Ist er in einer schlechten Verfassung, haben die oben genannten Auslöser oft leichtes Spiel.

Ein Minimum an Untersuchungen wird durchgeführt, um bestimmte Parasiten und Infektionen auszuschliessen. Diese leichten Fälle können mit Medikamenten zur Kontrolle der Darmbewegungen, entzündungshemmenden Medikamenten und einer speziellen Diät für einige Tage behandelt werden. Ein solcher Behandlungsansatz erlaubt es den körpereigenen Heilungskräften, das Problem zu beheben. Wir erwarten eine Besserung innerhalb von 2-4 Tagen. Falls diese nicht eintritt, müssen die Medikamente gewechselt oder weitere Tests durchgeführt werden, um die Erkrankung besser abzuklären. Bitte halten sie uns über eine ausbleibende Besserung auf dem laufenden, damit wir Ihnen und Ihrem Hund die unangenehmen Begleiterscheinungen , wie Unsauberkeit, Unwohlsein und in schlimmeren Fällen schwere Gesundheitsschäden zu ersparen.


Diätplan für chronische Darmerkrankungen


Bedenken Sie bitte, diese Diät ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie und nur kleinste Abweichungen davon können den ganzen Behandlungserfolg in Frage stellen. Es dauert ca. 3 Monate, bis sich eine veränderte Darmflora und die chronischen Veränderungen im Darm wieder normalisiert haben. Wenn in dieser Zeit Ihr Tier einmal etwas anderes zu fressen bekommt oder wieder erbricht und Durchfall hat, fangen Sie wieder beim Ausgangspunkt an. Aus diesem Grund ist äußerste Konsequenz das Mittel zum Erfolg.


1. Tag

Nur Elektrolytlösung anbieten, kein Futter. Bitte keine Flüssigkeit einflößen, da dann die Gefahr besteht, dass die Tiere durch Erbrechen zusätzlich Salze verlieren.


2. Tag bis ca. 20. Tag

Die Diät beruht auf 2/3 mit Wasser gekochtem Milchreis mit 1/3 Magerquark oder Hüttenkäse. Diesem können ein wenig gekochte Karotten oder Karotten-Babykost zugefügt werden. Nimmt der Patient die Nahrung nicht an, kann etwas Maggibrühe den Geschmack verbessern. Geben Sie Ihrem Tier kleine Portionen, dafür 4-5 mal täglich.


ca. 10 kg schwere Hunde:

150 g Magerquark, 180 g Reis (Rohgewicht), 7 g Futterzellulose, 8 g Korvimin® (1 ½ Teelöffel)


ca. 20 kg schwere Hunde:

250 g Magerquark, 300 g Reis (Rohgewicht), 13 g Futterzellulose, 16 g Korvimin® (3 Teelöffel)