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Dr. Miriam Oczipka

Mindener Str. 22
10589 Berlin
Telefon: 030 3441864
Fax: 030 34509430
E-Mail: info@tierarztpraxis.com

Sprechzeiten
Mo - Mi, Fr: 9 - 12 & 16 - 19 Uhr
Do: 9 - 12 Uhr
Sa: 11 - 13 Uhr
Um Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir einen Termin zu vereinbaren. Vielen Dank!

Aktuelles: Sprechzeiten während der Corona-Epidemie

Liebe Tierhalter /-innen,
in der aktuellen Situation es ist unsere Aufgabe, auch weiterhin die Gesundheit unserer Tiere aufrecht zu erhalten, dabei aber auch die Patientenbesitzer/-innen und unser Personal zu schützen!

Wir versuchen mit Ihrer Hilfe alle Ziele zu vereinbaren und das Beste zu erreichen!

- Behandlungen werden wir ausschließlich nach Terminvereinbarung durchführen. Wir bitten Sie daher um telefonische Voranmeldung.

- Wir bitten Sie gemeinsam mit uns darauf zu achten, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

- Es sollten sich nicht mehr als 2 Kunden gleichzeitig im Wartezimmer aufhalten.

- Wir bitten Sie vor allem an der Rezeption ausreichend Abstand zu halten und eventuell auch vor der Praxis oder in Ihrem Auto zu warten bis ausreichend Platz vorhanden ist.

Wir bitten Sie weiterhin, soweit möglich ohne weitere Begleitpersonen zu kommen.

Gemeinsam werden wir diese Situation meistern!

Ihr Team der Tierarztpraxis Dr. Oczipka

Narkose bei Haustieren

 

 

Die meisten chirurgischen Eingriffe erfordern ebenso wie die Sanierung der Mundhöhle und bestimmte Röntgenuntersuchungen bei Haustieren eine Narkose. Unter Narkose versteht man die Schmerzausschaltung am ganzen Körper, die mit Muskelerschlaffung und tiefem Schlaf einhergeht. Hierzu werden bestimmte Medikamente (Narkotika, Anästhetika) eingesetzt, die eine vorübergehende Aufhebung der Funktion der Nervenzellen bewirken. D. h. der Hauptwirkungsort von Narkotika ist das Gehirn, das zentrale Nervensystem.

Gleichzeitig haben Narkotika aber auch Einfluss auf andere Körperfunktionen, wie z. B. auf die Magen-Darm-Aktivität, Atmung, Kreislauf, Herzarbeit, Temperaturregulation u. a. Und hier kann es dann zu unerwünschten Wirkungen kommen, im allerschlimmsten Fall zum Tod des Patienten, da ja lebenswichtige Systeme beeinflusst werden. Dies wird im Allgemeinen unter dem Oberbegriff "Narkoserisiko" bzw. "Narkosezwischenfall" beschrieben.

Zum Glück für Mensch und Tier wirken Narkotika in unterschiedlichem Maße auf die verschiedenen Strukturen. Darum ist es vor allem bei Risikopatienten und älteren Tieren anzuraten, die Leber- und Nierenfunktion über Blutuntersuchungen und Herz, Kreislauf über Röntgen und EKG zu überprüfen. (Dies ist übrigens beim Menschen schon lange üblich.). Durch Einsatz von modernen Mitteln, häufig in bestimmten Kombinationen, werden die unerwünschten Wirkungen möglichst gering gehalten.

Anästhetika werden je nach Dauer und erforderlicher Narkosetiefe ausgewählt und sorgfältig auf den Patienten abgestimmt. Der Tierarzt kennt in der Regel seinen Patienten und die Risiken für jeden einzelnen. Daher gehören Narkosezwischenfälle zu den großen Ausnahmen!

Auch die ausgefeilte, aufwendige Narkoseüberwachung lässt Probleme bei Narkosen schnell erkennen und in solchen Fällen lebensrettend gegensteuern. Deshalb werden in unserer Praxis nahezu alle Operationen in Intubations / Inhalationsnarkose mit Isofluran durchgeführt. In einer Klinik werden die Patienten zusätzlich über EKG-Monitor, Pulsoximeter und Kapnograph ständig während der Operation überwacht.

Natürlich sind bestimmte Dinge auch vom Patientenbesitzer, von Ihnen, zu beachten, die das Narkoserisiko verringern: Durch den Einfluss der Narkose auf die Magen-Darm-Aktivität und den Gleichgewichtssinn kann es nach dem Einleiten der Narkose zum Erbrechen kommen. Da der Patient jetzt bereits schläft, besteht die Gefahr des Erstickungstodes, wenn Erbrochenes in die Luftröhre gelangt.

Daher vor jeder geplanten Vollnarkose:

8 - 12 Stunden völliger Nahrungsentzug für den Patienten, Trinkwasser sollte bis 3-4 Std. vor dem Eingriff weiter angeboten werden.

Die Narkose führt zu einer Erniedrigung der Körpertemperatur. Der Patient sollte zu Hause zum Aufwachen bei Zimmertemperatur auf einer Decke liegen. Und zwar auf dem Fußboden, damit sich das Tier beim Torkeln in der Aufwachphase nicht durch Herunterfallen verletzt.

Trinkwasser und Nahrung können wieder angeboten werden, sobald das Tier völlig erwacht ist,also in der Regel am Tag nach dem Eingriff.

Die Narkose wird üblicherweise so gering wie möglich und so tief wie nötig bemessen. Nachher schließt sich eine sogenannte Nachschlafphase an. Deren Dauer hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

Natürlich wird ein gesundes Tier, das kastriert wurde, diese OP schneller und besser verkraften, als z.B. ein Patient, bei dem ein Fremdkörper aus dem Darm entfernt wurde, da hier bereits deutliche Störungen insbesondere des Kreislaufs vorliegen.

Ein junges Tier wird Medikamente üblicherweise deutlich schneller abbauen als ein älteres.Bei bestehenden Herz-, Leber- oder anderen Organkrankheiten ist, ähnlich wie bei älteren Tieren die Leistungsfähigkeit des Organismus eingeschränkt.Selbstverständlich sind nicht alle Tiere gleich. Es bestehen Unterschiede, rassebedingt und auch individueller Natur, gegenüber der Wirksamkeit von Medikamenten, somit auch gegenüber Narkosemitteln.

So kommen in den oben beschriebenen Nachschlaf- Phase nach einer Vollnarkose zeitliche Unterschiede zustande. Diese können zwischen einigen Stunden bis zu drei Tagen liegen.

Eine Besonderheit bei Hunden: Wenn die Narkose abflaut, können manche Tiere fürchterlich jaulen. Dies hat nichts mit Schmerzen zu tun! Wir nennen diese Patienten oftmals etwas flapsig »Sänger«. Dieser Zustand kommt durch eine Art Rausch in der Nachwirkung von bestimmten Narkotika zustande und ist völlig harmlos. Wenn auch für den Besitzer sehr nervtötend und oft auch schlafraubend, da er manchmal die halbe Nacht andauern kann.

Sollten Sie noch Fragen zu dem Thema Narkose haben, scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen.

Unser Praxisteam gibt Ihnen gerne weitere Informationen.